Seit dem dritten Kurshalbjahr arbeitete der KüFo-Kurs des 12. Jahrgangs an unserem Gymnasium unter der Leitung von Frau Schümann an einem besonderen Kunstprojekt, das Kunst und Umweltbewusstsein miteinander verband.
In Kooperation mit den Stadtwerken Hennigsdorf durften wir eine große Wand am Heizwerkzentrum gestalten, sichtbar für alle Menschen in unserer Stadt. Das Thema lautete Umwelt. Statt klassisch auf Papier oder Leinwand zu arbeiten, gestalten wir rund zweihundert alte Schallplatten, die zunächst grundiert, anschließend individuell bemalt und schließlich an der Wand befestigt wurden.
Jede Schallplatte steht für eine eigene künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen „Umwelt, Natur, bedrohte Tiere, Energie und Ressourcen“. Erst gemeinsam ergeben sie ein großes, farbenfrohes Gesamtbild, das zeigt, wie vielfältig Umwelt gedacht werden kann. Damit ein Projekt dieser Größenordnung gelingen konnte, war Teamarbeit gefragt. Im Kurs verteilten wir verschiedene Aufgaben: Einige kümmerten sich um die Organisation und den Kontakt zu den Stadtwerken, andere um die Finanzierung, die Vorbereitung der Wand, die Grundierung der Schallplatten oder deren spätere Anbringung. Auch die gestalterische Qualität und die Dokumentation des gesamten Prozesses lagen in unseren Händen.
Der Zeitraum erstreckte sich von Q3 bis kurz vor dem Abitur. Das erforderte Planung, Verantwortung und Engagement. Gleichzeitig war es eine besondere Erfahrung, etwas zu gestalten, das bleibt und außerhalb der Schule sichtbar wird. Wir erlebten, wie aus vielen einzelnen Ideen ein gemeinsames Kunstwerk entstand.
Besonders dankbar sind wir über die großzügige Förderung und Unterstützung durch
die Tischlerei Thiele (Bau und Finanzierung der Holzkonstruktion),
die HBK Fluid Service GmbH (Bereitstellung und Finanzierung von Material) und die Stadtwerke Hennigsdorf (organisatorische Unterstützung und Ermöglichung der Kooperation).
Für uns war dieses Projekt mehr als KüFo-Unterricht. Wir lernten, im Team zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und kreativ mit einem der wichtigsten Themen unserer Zeit umzugehen: dem Schutz unserer Umwelt. Die fertige Wand kann ab sofort betrachtet werden – als Zeichen für Umweltbewusstsein, Gemeinschaft und Kreativität.
Anna Michelle Lautenschläger (Text), Frau Schümann und der KüFo-Kurs 2025/26
